Müllvermeidung

  • Liebes Medi-Team,

    seit 5 Jahren bekomme ich aufgrund eines primären Lymphödems im linken Bein einen Oberschenkelstrumpf, eine Einbein-Strumpfhose und eine Zehenkappe (Flachstrick) von Medi.

    Ich bekomme zwei Versorgungen pro Jahr inklusive Wechselversorgung.

    Jedes Mal wird AG-Strumpf, Strumpfhose und Zehenkappe jeweils in einer eigenen Plastiktüte verpackt, macht mit Wechselversorgung 6 Tüten, d.h. 12 Tüten pro Jahr.

    Außerdem liegt jedem Kompressionsteil eine dicke Gebrauchsanleitung in gefühlt 25 Sprachen und noch zwei Heftchen mit sonstigen Informationen bei, also auch 12 Stück pro Jahr!


    Ich frage mich, ob das in Zeiten der Müllvermeidung wirklich sein muß? :(

    Der Gebrauch der Kompri ist mir nach 5 Jahren eigentlich bekannt, auch die restlichen Informationen sind mir inzwischen geläufig. ;) Der ganze Kram wandert sofort in den Müll, was mich jedes Mal ärgert, weil es so unnötig ist.


    Da die drei Teile zusammen geschickt werden, könnte man sie doch auch in eine Tüte verpacken und die Gebrauchsanweisung nur bei der ersten Bestellung beilegen.

    Auf alle Medi-Kunden hochgerechnet kommt da bestimmt eine erhebliche Menge an Müll zusammen, die man vermeiden kann.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Medi meine Anregung aufgeifen würde!

    Liebe Grüße


    Griselda

  • Grüß Sie Griselda,


    daß jedes Mal ein Wust an mehrsprachigen Anleitungen mitgeliefert wird, liegt an  § 3 Abs. 4 Produktsicherheitsgesetz. Eine fehlerhafte, unvollständige oder unverständliche Gebrauchsanleitung ist ein Sachmangel – genauso wie ein Fehler am Produkt selbst – und kann zu Nacherfüllung, Rücktritt vom Kaufvertrag oder Kaufpreisminderung führen. (aus Wikipedia). Da es logistisch sehr aufwändig ist, verschiedensprachige Bedienungsanleitungen je nach Kunde beizulegen, und auch sichergestellt werden soll, daß fremdsprachige Endkunden die Anleitung verstehen, wird jedesmal die mehrsprachige Variante mitgeliefert. Hoffentlich wird in den nächsten Jahren ein Verfahren entwickelt, so daß nur die rechtlich nötigen Bedienungsanleitungen mitgeliefert werden.


    Evtl gibt es EU-Fördergelder um ein entsprechendes papiersparendes Verfahren zu entwickeln ?