• Dieter W.

    Meine Lymphgeschichte Im Sommer 2005 wurde ich bei einem Bogenturnier von einem Insekt am linken Bein oberhalb des Fußknöchels gestochen. Erstmal hatte ich das nicht so richtig bemerkt, ich spürte nur ein seltsames Kribbeln. Am Abend sah ich dann zu Hause die ganze Bescherung nachdem ich die Hose ausgezogen hatte, das Bein war an der Stelle des Stichs ganz schwarz und geschwollen, so dass ich gleich zum Notarzt fuhr. Dort bekam ich einen Verband mit Rivanol angelegt und den Rat am nächsten Tag den Hausarzt aufzusuchen.

    Am nächsten Tag kam noch Fieber dazu und der Hausarzt diagnostizierte ein Erysipel, schrieb mich 14 Tage krank, verordnete weiter die Umschläge mit Rivanol und ein Antibiotikum. Nach einiger Zeit verflog wieder das Fieber und das Bein bekam auch wieder seine ursprüngliche Form, jedoch die Verfärbung durch das Erysipel blieb. In der Folgezeit war das Bein abends etwas dicker, was am nächsten Tag jedoch wieder weg war, dadurch sah ich mich nicht veranlasst, deshalb wieder den Arzt aufzusuchen.

    Nach ca. 5 Jahren wurde das Bein an der gestochenen Stelle wieder sehr dick, was auch noch morgens blieb und ich bekam wieder Fieber. In dieser Situation hat mich mein Hausarzt an einen Lymphologen überwiesen und auch gleich einen Termin am nächsten Tag vereinbart. Die Diagnose durch den Lymphologen lautetet ein primäres Lymphödem an beiden Beinen. Er hatte dann auch sofort eine Reha für mich beantragt, die dann auch sofort bewilligt wurde.

    In der Zeit zwischen der Diagnose und dem Beginn der Reha Maßnahme (ein halbes Jahr) hatte ich zweimal in der Woche Lymphdrainage mit Bandage. Die Bandage blieb immer bis zur nächsten Behandlung an den Beinen, damit wurde das Ödem schon besser.

    Die Entstauung in der Seeklinik Zechlin brachte dann die gewünschte Besserung und meine Beine waren dann wieder in einem guten Zustand. Diesen Zustand konnte ich in Zusammenarbeit mit meiner Therapeutin etwa 3 Jahre halten, danach war wieder eine Entstauung nötig, diesmal fand die Reha in der Földiklinik statt, dort bin ich auch mittlerweile ambulant in Behandlung und fahre ca. 1 bis 2 mal im Jahr zur Untersuchung hin.

    In diesem Jahr steht wieder eine Entstauung an und ich freue mich auf den Klinikaufenthalt im Oktober/November.