Datenschutz?

    • Official Post

    Hallo Kahlila,

    vom Grundsatz her sind es vom Sanitätshaus erbrachte Leistungen, die Ihnen gehören. Sehr wahrscheinlich möchte das Sanitätshaus nicht, das du mit deren Arbeitsleistung zu einem anderen Sanitätshaus gehst.


    Ich persönlich finde es aber, als kein vertrauensvolles Verhältnis dir die Daten nicht zu geben, weil wenn ich meine Arbeit gute mache, gibt es für dich keinen Grund zu einem anderen Sanitätshaus zu gehen.


    Ich persönlich würde das Sanitätshaus wechseln in so einem Fall.

    • Official Post

    Hallo Khalila,

    Wenn Du die Daten nur zum Vergleichen und zur Kontrolle für deinen Ödemzustand benötigst, bitte das Sanitätshaus Dir ausschließlich die Hautmaße zu geben.

    Diese sollten immer ermittelt werden, um Veränderungen, sowohl der Umfangmaße, als auch zusammen mit den Zugmaßen der Ödembeschaffenheit zu ermitteln.

    Herzliche Grüße

  • Zugmaße sind geistiges Eigentum/Erfahrung der Sanidame, wo sie mehr oder weniger fest zieht. Hautmaße müssen !!! rausgegeben werden, die sind überall gleich, egal wer misst.

    • Official Post

    Das ist so nicht ganz richtig.

    Es muss mitgeteilt werden welche Daten erhoben werden und wofür sie genutzt werden.

    Die Maße selber müssen nicht raus gegeben werden da es das geistige Eigentum des Leistungserbringers ist.


    Im Klartext:

    Das Sanitätshaus muss mir mitteilen das es Körpermaße, Vermessungsdaten usw. Speichert. Diese können auf verlangen gelöscht werden und auch Herausgegeben werden bedeutet aber nicht das die Vermessungsdaten im Detail dabei sind.


    Ich denke aber wenn man mit dem Sanitätshaus über diese Daten diskutieren muss dann ist es nicht der richtige Partner.

  • Es sind doch Behandlungsdaten! Die müssen nach BGB immer heraus gegeben /informiert werden, an den Patienten. Entweder eine Fotokopie des Bogens, auf dem die eingetragen werden, oder halt scannen.

    Außerdem stehen auf dem Bogen des Herstellers, wo die Masse eingetragen werden, ja auch die anzukreuzenden Zusätze, und die werden ja gemeinsam besprochen dabei.

    Wir besprechen auch kurz grob die Unterschiede der Masse, also die Veränderungen. Diesmal hatte ich mich leider ziemlich verschlechtert, zwischen 1 und 4 Zentimeter mehr geworden! Am Oberschenkel unter dem Schritt zB musst sie nicht so fest, da ich extrem weiches und schmerzhaftes Gewebe habe, am Unterschenkel fester gemessen. Das Gewebe kennt sie ja seit Jahren (noch zu Rundstrickzeiten), und merkt daher mehr die Veränderungen, als ich selbst. zB bei der Verschlechterung neulich sagte sie gleich beim Messen der ersten Stellen (die neuen Maße trägt sie erst immer neben die vorherigen auf der Kopie des Vor-Bogens ein, und die gehen als Veränderung mit Kostenvoranschlag an die Kasse): „ja, äh ich sofort unten schon, ziemlich verändert“. Oben am OS war es dann übel, 4 cm ca mehr. Morgen kommt die neue zurück, die passte am Bein, aber nicht am Leib, war 3 cm zu weit gemessen und rutschte tierisch runter, musste nachgemessen und zu Juzo zurück gegeben werden für anderes Leibteil ran. Diese Änderung hatte sie mit denen telefonisch besprochen und dann denen aufgeschrieben mit „-3“ über dem Schritt und „-2“ am Bauch, was ich dann auch fotografiert habe für meinen Ordner.

    Beim Gewebe selbst sagte sie mir, es hat sich ziemlich verbessert, seit der MLD seit Juli, einige Dellen sind etwas flacher und vor allem fester teils und wenn sie es kräftiger zum Testen anfasst am Unterschenkel und am Oberschenkel außen, tut es mir gar nicht mehr weh, während ich vorher gezickt und das Gesicht verzogen hatte und man nur super leicht anfassen konnte. Das stimmt tatsächlich.


    Hautmasse werden übrigens bei mir noch nie gemessen, immer auf Zug nur gemessen bei neuen Strumpfhosen. Hautmasse wurden nur früher bei den rund gestrickten gemessen


    Ich kopiere/scanne ohnehin immer absolut alles, was mich betrifft, bevor es weg geht, ob nun die Maß-Bögen (total sauwichtig für mich, lege ich alle ab und sehe daran den Verlauf u. Entwicklung und kontrolliere selbst jeden Monat am 30. meine Maße zuhause weiter), auch das MLD-Rezept jeweils, bevor es in der Praxis abgegeben wird, auch ne Knie-Bandage neulich, Medikamente etc, absolut alles.

    Auch meine Blutwerte bei Schilddrüsen/Vit D- etc Werten, oder große Blutbilder etc, die mein Arzt alle paar Monate kontrolliert: druckt er inzwischen schon lange ohne Bitte aus für mich, weil er weiß, dass ich alles zum Verlaufsvergleich hier haben will und abhefte und vergleiche. auch Arztbriefe von anderen Fachärzten an meinen: wird alles erst hier gescannt/kopiert.


    Ich geb absolut nichts aus der Hand, bevor ich nicht ne Kopie hier habe.


    Auf dem Gedanken, dass man die eigenen gemessenen Maße für eine neue Versorgung nicht erhält für den eigenen Ordner, würde ich im Leben nicht kommen und finde sowas komplett absurd! Wie soll man dann denn den Überblick über seine Beine und deren Entwicklung behalten.

    Edited 2 times, last by Kerstin2 ().

    • Official Post

    Ausschließlich die Zugmaße zu dokumentieren ist für die Vergleichbarkeit, ob zur eigenen oder als Nachweis für Krankenkasse, Behandler oder Hersteller nicht ausreichend, da sehr sehr schwankend und von vielen Faktoren abhängig.

    Das vertrauensvolle Verhältnis zu der Sanitätshausmitarbeiterin und ihre Kenntnisse über dein Gewebe ist gut und wichtig für die Herstellung.

    Ohne Dokumentation der Hautmaße hat es aber wenig Aussagekraft.

    Die Vergleichbarkeit steht und fällt immer mit den Hautmaßen, weil die immer annähernd gleich-ohne Zug- gemessen werden können. Wie sonst soll an den Maßen erkannt werden, ob z. B der Umfang geringer geworden ist und oder nur das Gewebe weicher? Wie kann eine Kollegin im Sanitätshaus deine Versorgung übernehmen?

    • Official Post

    Mein Sanitätshaus möchte mir Messdaten nicht geben. Es seien interne Daten.

    Ist das rechtens?

    Mit solchen Meßdaten wird es sich genauso verhalten wie mit Röntgen-/CT-/MRT-Bildern: das Original ist Eigentum des Instituts bzw. der Abteilung, das bzw. die es angefertigt hat.

    Der Patient hat aber ein Recht darauf, eine Kopie zu bekommen.

    Heißt in diesem Fall: die Original-Meßblätter bleiben im SH, aber Du kannst darauf bestehen, Kopien zu bekommen (evtl. gegen Gebühr).

  • Quote

    Mit Maßband gemessene Daten sind nie gleich, außer bei einer völlig normalen Beinform. Bereits ein geringer Zug oder nur 1cm höher oder tiefer gewesen ergeben vollständig andere Werte. Deshalb Markierungen am Bein, z.B. Leberfleck, Narbe o.ä. markieren und an diesen Stellen selbst messen, dann ergibt es vergleichbare Messungen

    Mit freundlichen Grüßen


    Dr. med. F.-J. Schingale
    ärztlicher Leiter Lympho Opt Klinik
    Pommelsbrunn
    Tel. 09154-911200
    http://www.lympho-opt.de/

  • Mit Maßband gemessene Daten sind nie gleich, außer bei einer völlig normalen Beinform. Bereits ein geringer Zug oder nur 1cm höher oder tiefer gewesen ergeben vollständig andere Werte. Deshalb Markierungen am Bein, z.B. Leberfleck, Narbe o.ä. markieren und an diesen Stellen selbst messen, dann ergibt es vergleichbare Messungen

    Deshalb messe ich seit langem immer jeden Monats selbst, meine HautMaße, an von mir definierten Stellen, und halte das in einem Buch hier selbst fest.

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  • Das vertrauensvolle Verhältnis zu der Sanitätshausmitarbeiterin und ihre Kenntnisse über dein Gewebe ist gut und wichtig für die Herstellung.

    Ohne Dokumentation der Hautmaße hat es aber wenig Aussagekraft.


    Wie kann eine Kollegin im Sanitätshaus deine Versorgung übernehmen?

    Da triffst du mitten ins Schwarze zu dem aktuellen Problem, das ich habe.


    Das Vertrauensverhältnis besteht leider nicht mehr, durch ständige Fehlbestellungen beim Hersteller und wiederholt gegen unsere Abstimmungen, so dass ich dann wieder und wieder warten muss auf Nachbesserungen, bei jeder neuen Versorgung bei erheblichen Umfangsveränderungen, dann 2,5-3,5 Monate.


    Ich muss mich daher neu umschauen für das nächsten Versorgungsintervall.

    Edited once, last by Kerstin2 ().